Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Intel seit mindestens 10 Jahren eine schwerwiegende Sicherheitslücke in allen Prozessoren hat. Da diese direkt in der Hardware enthalten ist, erstreckt sich der gefährliche Bug über alle Betriebssysteme. Es sind also sowohl Mac Computer mit macOS, als auch Windows und Linux PCs betroffen. Eine Behebung des Fehlers kann laut Intel nur direkt über ein Update des Betriebssystems erfolgen. Das bedeutet, dass Apple, Microsoft und alle Linux Distributoren jetzt schnell handeln müssen.

Intel CPU AppleSicherheit gibt es nur mit Leistungseinbußen

Die Sicherheitslücke in den Intel Prozessoren der letzten 10 Jahre ist nicht ganz ungefährlich. Angreifer können dadurch auf den Kernel zugreifen und im schlimmsten Fall so an gespeicherte Passwörter gelangen. Ihr solltet dieses Problem also nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Jetzt gibt es seitens Intel aber auch eine Lösung, die die Hersteller der einzelnen Betriebssysteme benutzen können, um die Sicherheitslücke zu schließen. Dies sorgt aber laut dem US Chiphersteller zu Leistungseinbußen von bis zu 30 Prozent. Wie hoch die verringerte Leistung bei den aktuellen Mac Modellen ausfällt ist noch nicht bekannt. Laut dem neusten Statement der Intel Kriesenabteilung werden die betroffenen Computer nach dem Update nur zirka zwei Prozent langsamer. Hier wird sich noch zeigen welche Aussage ernstgenommen werden kann.

Kein Statement von Apple und Microsoft

Bisher haben sich Apple und Microsoft noch nicht zu der Sicherheitslücke geäußert. Das macht es zum jetzigen Zeitpunkt schwer das wirkliche Risiko abzuschätzen. Laut Intel hat Apple allerdings bereits die erste Lücke mit dem Update 10.13.2 vom 6. Dezember geschlossen. Vollkommen soll das Problem wohl mit der nächsten Version 10.13.3 behoben werden. Diese befindet sich gerade im Beta Test und wird wohl in den nächsten Tagen veröffentlicht. Damit gehört Apple zu einen der ersten Konzerne, welcher die kritische Sicherheitslücke mit einem Update wirkungsvoll schließt.

Solange allerdings von Apple kein Statement dazu kommt, kann man sich zum jetzigen Zeitpunkt nur auf die Aussagen von Intel verlassen. Deren Pressesprecher versuchen im Moment alles, um bleibend Schaden vom Unternehmen fernzuhalten. Trotzdem ist der Aktienkurs, nach bekanntwerden des Fehlers, an der Börse extrem eingebrochen.

[Update am 5. Januar 2018] Auch Apple hat sich nun endlich zu Wort gemeldet. Laut der Pressemitteilung aus Kalifornien wurden nach dem letzten Patch umfangreiche Benchmarks durchgeführt. Laut Apple konnte dabei keine spürbare Verlangsamung derGeräte festgestellt werden. Anscheinend hat Apple den Patch hier gut in sein Softwareupdate integriert und kommt, anders als von Intel vorhergesagt, ganz ohne Performanceverluste aus.