iPhone 17 Pro Titel

iPhone 17 Pro im Test: Apples mutigste Designentscheidung seit Jahren

Rundes Design, orange Farbe und drei 48-Megapixel-Kameras: Apple zeigt sich experimentierfreudig. Doch die größte Überraschung ist eine andere.

Orange. Knalliges, selbstbewusstes, unübersehbares Orange. Als ich das iPhone 17 Pro Max zum ersten Mal auspackte, musste ich schmunzeln. Apple, der Meister des zurückhaltenden Designs, traut sich was. Und das ist erst der Anfang einer ungewöhnlichen Geschichte.

Nach zwei Wochen mit Apples neuem Flaggschiff habe ich gemischte Gefühle – allerdings aus einem überraschenden Grund. Das iPhone 17 Pro ist technisch beeindruckend, durchdacht optimiert und macht vieles richtig. Gleichzeitig hat Apple mit dem normalen iPhone 17 ein so starkes Gerät geschaffen, dass die Pro-Modelle ihre traditionelle Rolle als „iPhone für alle, die das Beste wollen“ verlieren. Sie werden zu dem, was der Name eigentlich bedeutet: Profi-Werkzeuge für spezifische Anwendungen.

Abgerundete Kanten sind zurück und fühlen sich großartig an

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: dem Design. Apple kehrt zu abgerundeten Kanten zurück, die wir zuletzt beim iPhone 11 Pro gesehen haben. In der Hand fühlt sich das deutlich angenehmer an als die kantigen Seiten der letzten Jahre. Kein aggressives Einschneiden in die Handfläche mehr bei längeren Sessions.

Die Rückseite kombiniert eine hellere orange Keramik-Glas-Fläche mit einem dunkleren orangefarbenen Aluminiumrahmen. Dieser Kontrast ist mehr als nur Design-Spielerei: Er zeigt visuell, wo die magnetischen Accessoires andocken. Das rechteckige Panel markiert perfekt die MagSafe-Zone. Bei der magnetischen Wallet sitzt sie exakt im Rahmen dieser Fläche.

Apropos Haltbarkeit: Schon am dritten Tag rutschte mir das 1.449-Euro Gerät aus der Tasche und landete mit dem Display auf steinigem Untergrund. Ich hielt den Atem an. Keine Kratzer, keine Risse. Apples neue „Ceramic Shield“ Rückseite scheint ihr Versprechen zu halten. Und der praktische Nebeneffekt? Das orange Telefon fand ich auf dem Boden zwischen Steinen sofort wieder.

Wer Orange zu gewagt findet: Es gibt auch Marineblau und Weiß. Aber ich muss sagen, die Farbe wächst einem ans Herz. Es ist erfrischend, dass Apple sich traut, mutiger zu werden.

iPhone 17 Pro Farben

Aluminium ist das neue Titan

Nach zwei Jahren Titan-Marketing kehrt Apple beim Pro-Modell zu Aluminium zurück. Das klingt zunächst nach einem Downgrade, ist aber eine kluge technische Entscheidung. In Kombination mit einem komplett neuen Kühlsystem soll das iPhone 17 Pro bei rechenintensiven Aufgaben kühler bleiben.

Ich habe das im Praxistest überprüft und eine Stunde AAA-Spiele am Stück gespielt. Das iPhone wurde warm, ja, aber nicht unangenehm heiß. Mein iPhone 16 Pro Max wird an derselben Stelle merklich heißer. Besonders bei Spielen oder lokaler KI-Verarbeitung spürt man regelrecht den heißen Spot über dem Prozessor beim Vorgängermodell. Beim 17 Pro Max bleibt die Temperatur in einem komfortablen Bereich.

Der Kompromiss: Das iPhone wiegt mit 233 Gramm etwas mehr als der Vorgänger (227 Gramm). Das ist spürbar, besonders nach längerem Halten oder wenn man es den ganzen Tag in der Tasche trägt. Für das bessere Wärmemanagement ist es mir den Trade-off wert, aber empfindliche Nutzer sollten das im Hinterkopf behalten.

Der Akku übertrifft die Erwartungen

Apple verspricht bis zu 39 Stunden Videowiedergabe beim Pro Max. Das sind sechs Stunden mehr als beim iPhone 16 Pro Max. Videowiedergabe ist eine merkwürdige Messgröße, aber im Alltag zeigt sich: Der Akku ist beeindruckend.

An meinem zweiten vollen Nutzungstag hatte ich nach fünf Stunden Bildschirmzeit abends noch 50 Prozent Akkustand. Mein iPhone 16 Pro Max lade ich normalerweise abends auf. Das 17 Pro Max hätte problemlos bis zum nächsten Morgen durchhalten können.

Die Ladegeschwindigkeit wurde ebenfalls optimiert: Mit einem 40-Watt Ladegerät und entsprechendem Kabel erreicht man 50 Prozent in 20 Minuten. Aufladen per MagSafe ist mit einem 30-Watt Adapter auf 30 Minuten für 50 Prozent reduziert. Das ist zwar immer noch langsamer, als die Konkurrenz, aber immerhin fünf Minuten schneller als letztes Jahr. Das klingt nach wenig, macht im Alltag aber einen Unterschied.

iPhone 17 Pro Lila

Center Stage ist die meistunterschätzte Funktion

Von allen neuen Features hat mich Center Stage am meisten überrascht. Dabei kannte ich die Funktion vom iPad bereits. Die 18-Megapixel-Selfie-Kamera verfolgt jetzt automatisch Gesichter und Körper während Videoanrufen.

Das Besondere beim iPhone: Der neue quadratische Sensor erkennt automatisch, wenn mehrere Personen ins Bild kommen, und wechselt ins Querformat, ohne dass man das Gerät drehen muss. Man hält das iPhone einfach im Hochformat und die Kamera passt den Ausschnitt intelligent an.

Das klingt wie ein kleines Detail, ist aber brillant gelöst. Wie oft hat man bei Gruppenselfies oder Video-Calls das Handy hektisch gedreht, um alle Personen ins Bild zu bekommen? Dieses Problem ist Geschichte. Es funktioniert zuverlässig und fühlt sich nach kurzer Zeit selbstverständlich an.

Drei 48-Megapixel-Kameras: Evolution statt Revolution

Apple spricht von „acht verschiedenen Linsen“ beim iPhone 17 Pro. Technisch gesehen sind es drei physische 48-Megapixel-Sensoren: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Teleobjektiv. Der Rest entsteht durch Cropping und Computational Photography.

Die wichtigste Änderung: Das Teleobjektiv wurde von 5-fach auf 4-fach optischen Zoom reduziert. Statt etwa 120mm Brennweite haben wir jetzt 100mm. Für Porträts ist das tatsächlich eine Verbesserung. Der 5-fach-Zoom war oft etwas zu eng für klassische Kopf-Schulter-Aufnahmen. Mit 100mm liegt man im Sweet Spot für natürlich wirkende Porträts.

Dank des hochauflösenderen Sensors gibt es nun einen 2-fach-Crop-Zoom des Teleobjektivs für 8-fachen Zoom (200mm Äquivalent).

Ein nettes Detail: Die 2-fach-Crop-Zoom-Funktion der Hauptkamera wurde verbessert. Apple hat die Verarbeitung optimiert, um bessere Details in Textilien herauszuarbeiten. Vergleicht man Aufnahmen des iPhone 17 Pro und 16 Pro bei 100 Prozent Ansicht, sieht man subtile Unterschiede in der Texturdarstellung. Kein Gamechanger, aber eine willkommene Verfeinerung.

iPhone 17 Pro orange

Das Display ist nicht mehr Pro-exklusiv

Hier kommt der Wendepunkt dieser Review. Jahrelang war die Rechnung simpel: Wer das beste iPhone-Display wollte, musste zum Pro greifen. 120 Hz Bildwiederholrate, höhere Helligkeit, Always-on-Funktion. Diese Features allein rechtfertigten für viele den Aufpreis.

Dieses Jahr ist das anders. Das normale iPhone 17 für 949 Euro hat exakt denselben Bildschirm wie das 1.299 Euro teure Pro-Modell. Gleiche Helligkeit, gleiche ProMotion-Technologie, gleiche Always-on-Funktion. Ich habe beide Geräte nebeneinander genutzt und konnte im direkten Sonnenlicht keinen spürbaren Unterschied in der maximalen Helligkeit feststellen.

Das ist keine Kritik am iPhone 17 Pro. Vielmehr ist es ein Kompliment an das normale iPhone 17. Aber es verändert für einige Nutzer die Kaufentscheidung fundamental.

Siri bleibt hinter der Konkurrenz zurück

Ein Punkt, den ich als Tech-Journalist nicht verschweigen kann: Apples KI-Strategie hinkt der Konkurrenz hinterher. Ich nutze parallel ein aktuelles Android Smartphone, und der Unterschied ist eklatant.

Googles Gemini ist auf Systemebene integriert und macht proaktive Vorschläge. Magic Cue scannt automatisch meinen Posteingang und Kalender und bietet an, wichtige Termine direkt in Textnachrichten einzufügen, wenn es das Gesprächsthema erkennt.

Siri kann man mit ChatGPT verbinden, aber das ist nicht dasselbe wie eine nativ integrierte, intelligente Assistenz. Apple Intelligence existiert, wirkt aber wie ein Add-on für Übersetzungen und Fotobearbeitung, auf keinen Fall jedoch wie ein integraler Bestandteil des Systems.

Das ist momentan noch kein Dealbreaker. Die meisten Menschen kaufen Smartphones nicht primär wegen KI-Features. Aber die Industrie bewegt sich schnell in diese Richtung, und Apple sollte aufholen.

Für wen ist das iPhone 17 Pro die richtige Wahl?

Nach zwei Wochen intensiver Nutzung habe ich eine klare Einschätzung: Das iPhone 17 Pro und Pro Max sind exzellente Smartphones mit durchdachten Verbesserungen. Die Frage ist nur: Braucht ihr sie?

Das iPhone 17 Pro ist perfekt für euch, wenn:

Das normale iPhone 17 reicht vollkommen, wenn:

Ihr regelmäßig Videos aufnehmt und die erweiterten Kamera-Optionen nutzt

Das Display euer Hauptkriterium ist (identisch zum Pro)

Maximale Akkulaufzeit für euch nicht verhandelbar ist (der Pro Max hält wirklich lange durch)

Die Kamera des Standard-Modells eure Bedürfnisse abdeckt

Ihr professionelle Video-Features wie ProRes RAW oder Genlock für eure Arbeit braucht

Euch 350 Euro Ersparnis wichtiger sind als marginale Verbesserungen

Schnelleres Laden für euch im Alltag relevant ist

Gewicht für euch eine Rolle spielt (das Pro Max ist spürbar schwerer)

Ihr die neue Farbe mögt

Apple hat dieses Jahr wieder ein sehr gutes Pro-Modell gebaut. Aber sie haben gleichzeitig das Standard-iPhone und das iPhone Air so stark gemacht, dass die Pro-Modelle ihre Rolle als selbstverständliche Premium-Wahl verlieren. Das ist keine Schwäche des Pro, es ist die Stärke der gesamten Produktlinie. Die Frage ist nicht mehr „Sollte ich das Beste kaufen?“, sondern „Was brauche ich wirklich?“.

Und für die meisten Menschen lautet die ehrliche Antwort: Das normale iPhone 17 reicht völlig aus.

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