iTunes MatchNachdem iTunes Match vor gut einem Monat in den Vereinigten Staaten an den Start gegangen ist, steht der Musikdienst aus dem Hause Apple nun auch in zahlreichen weiteren Ländern zur Verfügung. Neben den Usern in einigen amerikanischen Staaten wie Mexiko oder Kanada dürfen sich auch iTunes-User aus Teilen Europas über den neuen Dienst freuen. Auch in Deutschland steht der Musikdienst inzwischen zur Verfügung. Während Apple für iTunes Match in den USA 24,99 US-Dollar verlangt, müssen deutsche User mit 24,99 Euro etwas tiefer in die Tasche greifen. 

Der neue Service iTunes Match erlaubt dem User, bis zu 25.000 Titel mit dem Online-Speicherdienst iCloud zu synchronisieren, die auch nicht in iTunes erworben wurden. Diese Titel müssen aber im Katalog von iTunes gefunden werden. Mit dem neuen Dienst von Apple werden diese Dateien gegen Varianten der Songs ausgetauscht, die als AAC-Versionen gespeichert werden. Die Bitrate beträgt dann 256 KBit je Sekunde. Wer die Songs online mit iCloud speichert, kann sie anschließend per iPad, iPod Touch oder mit dem iPhone bequem abrufen.  iTunes Match wurde das erste Mal Anfang Juni 2011 bei der World Wide Developers Conference vom Konzern aus Cupertino vorgestellt. Damals präsentierte noch Firmengründer Steve Jobs, der inzwischen an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben ist, den neuen Service. Damals hieß es, iTunes Match gehe Ende Oktober 2011 an den Start. Warum sich der Start jedoch verzögert hat, wurde nicht bekannt.

Die Einrichtung von iTunes

Beim Umstieg auf iTunes Match ist es wichtig, die Metadaten der Songs korrekt auszufüllen. Denn der neue Service erkennt die Lieder insbesondere an den Metadaten wie Künstler, Album- oder Songtitel. Insofern sollten Dateien, die nicht mit den entsprechenden Tags versehen sind, vor dem Umstieg auf iTunes Match entsprechend bearbeitet werden. Dies erspart hinterher Zeit und Ärger, wenn ein Song nicht erkannt wird. Genutzt werden kann iTunes Match übrigens für bis zu zehn Geräte. Allerdings sollte der Dienst zunächst auf dem Rechner an den Start gehen, der die Haupt-Mediathek beherbergt.

Nach dem einfachen Kauf des Musikservices startet iTunes die Analyse und gleicht die Mediathek mit dem Musikangebot von Apple ab. In der Regel sollte hierbei ein Großteil der Songs erkannt werden. Diese Songs werden dabei auf dem Quellrechner nicht ersetzt, sondern sie bleiben im Original erhalten. Wenn auf iTunes kein entsprechender Song gefunden wird, wird der Titel hochgeladen. Ein weiterer Rechner lässt sich hierbei ebenfalls ohne Probleme über iTunes Match aktivieren. Dann wird auch dieser Computer durchsucht und es erfolgt ein entsprechender Abgleich der Lieder. In der Cloud werden in der Mediathek alle Songs zu einer kompletten Sammlung vereint. Dies bedeutet, dass nach der erfolgreichen Einrichtung das gesamte Musikarchiv auf allen Rechnern zur Verfügung steht. Dadurch können auch Songs angehört oder aber heruntergeladen werden, die sich nicht auf dem genutzten Rechner befinden.

 In Deutschland spezielle Übereinkunft mit der GEMA

Für iTunes Match kam es in Deutschland offenbar zu einer eigenen Vereinbarung zwischen der GEMA und Apple. Denn die jüngst erzielte Einigung zwischen der Verwertungsgesellschaft und dem ITK-Branchenverband Bitkom schließt keine Cloud Services an. Laut dem Übereinkommen werden pro angebotenem Musiktitel Lizenzgebühren zwischen sechs und neun Cent fällig. Konkrete Details einer Vereinbarung zwischen Apple und der GEMA sind bislang jedoch nicht bekannt geworden. Klar ist lediglich, dass im Rahmen des zunächst über ein Jahr laufenden Vertrages zwischen den beiden Parteien die Urheber der Musikstücke mit Pauschalen an den Verkaufserlösen beteiligt werden sollen.