Mit der Aktualisierung von OS X Yosemite und OS X 8 hat Apple in den letzten zwei Monaten all seine Betriebssysteme auf den aktuellen Stand gebracht. Eine der wohl größten Neuerungen war die umfangreiche Überarbeitung der iCloud. Mit iCloud Drive kann man jetzt erstmals auf alle in der iCloud gespeicherten Daten zugreifen. Eine längst überfällige Funktion.

einfacher Zugriff über Mac und PC

Auf dem Mac hat Apple die Funktion einfach in den Finder integriert. Dort ist ab OS X 10.10 Yosemite jetzt in der linken Seitenleiste der iCloud Drive Ordner zu finden. Dort sind die gespeicherten Dateien nach App sortiert. Man kann aber auch nach belieben eigene Ordner anlegen und Dateien sortieren. Das ganze funktioniert ähnlich wie Dropbox. Selbst auf Windows Computern wurde iCloud Drive jetzt in den Explorer eingebunden und funktioniert dort ähnlich wie auf dem Mac.

iCloud Drive iOS

von iOS auf iCloud Daten zugreifen

Mit iCloud Drive verspricht Apple den einfachen Austausch von Dateien jeglicher Art unter allen Geräten. Wie aber kann man jetzt von seinem iPhone oder iPad darauf zugreifen. Bei dem letzten Update auf iOS 8.1 war keine extra iCloud App inbegriffen. Auch im App Store sucht man vergebens nach einer passenden App für iCloud von Apple. Wie kommt man jetzt also mit einem iOS Gerät an seine iCloud Drive Daten?

Dazu stellt Apple ab iOS 8 lediglich eine Schnittstelle für Drittanbieter bereit. Es liegt jetzt also an den App Entwicklern die passenden Programme zu entwickeln. Zwei Tage nach der Veröffentlichung von iOS 8.1 ist die Auswahl an passenden Anwendungen im App Store leider noch recht mager.

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der PDF Expert 5 von Igor Zhadanov. Dessen App ist seit Version 5.2.1 auch bereit PDFs von iCloud Drive zu laden. In den nächsten Wochen und Monaten werden sicher noch andere Entwickler folgen und Ihre Programme updaten.

für jeden Datentyp eine andere App

iCloud Drive iOS AppDa Apple nur eine Schnittstelle für Drittanbieter bereit hält gibt es im Moment auch noch keine App um alle Daten in der Cloud zu bearbeiten oder zu lesen. Je nach dem welche Datei man auf dem iPad öffnen möchte, brauch man eine passende App. Für PDFs also zum Beispiel den PDF Expert 5 und für Filme müssen andere Hersteller Ihre Apps noch für iCloud Drive erweitern.

Die Apple eigenen Programme wie Pages, Numbers oder Keynote können wie gewohnt weiterhin Ihre Daten in der iCloud speichern und laden. Aber auch jeweils nur die unterstützden Dateiformate.

Fazit zu iCloud Drive auf iOS

Man muss iCloud Drive wohl noch etwas Zeit geben. Es wird nicht mehr lange dauern bis die großen Softwareschmieden Apples Aufgabe übernehmen und umfangreiche iCloud Drive Dateimanager für iOS entwickeln. Bis dahin muss man, je nach Anwendungsgebiet, leider noch auf mehrere Apps zurückgreifen. Es liegt jetzt also in der Hand der unabhängigen Entwickler Apples Cloud Dienst zu vereinfachen und etwas ganz großes daraus zu machen.

Nutz Ihr Apples iCloud Drive? Wie zufrieden seit ihr damit? Welche Probleme treten bei euch auf?